Schülerinnen und Schüler der AG „Nie wieder“ auf dem „Markt der Möglichkeiten“ im Rahmen des Fachtages „Antisemitismuspräventive Bildung in der Schule. Problemstellungen und Gelingensbedingungen.“
Zunächst einige Gedanken aus dem Fachtag „Antisemitismuspräventive Bildung in der Schule“, die am 18.03.24 stattfand.
Fr. Dr. Hubig machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass das Erkennen und Benennen von Antisemitismus eine zunehmend große Rolle spiele. Insbesondere seit dem 07.10.23 sei ein deutlicher Anstieg von Antisemitismus erkennbar – auch in unseren Schulen. Aber, so sagt sie weiter: „Antisemitismus hat in unseren Schulen keinen Platz!“
Dieser Ansicht stimmt auch Herr Dr. Grimm (Uni Wuppertal) zu. Er bestärkt, dass Lehrkräfte gut darauf vorbereitet seien, um sich mit SchülerInnen dem Thema Antisemitismus zu nähern, welches er folgendermaßen definiert:
„Antisemitismus ist eine ideologische Wahrnehmung von Gesellschaft, die Denk- Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten von Individuen stark beschränkt“.
(Baier/ Grimm 2022: Antisemitismus in Jugendkulturen)
Im folgenden Vortrag knüpft Anna Staroselski (Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.) an diese Gedanken an, eröffnet jedoch auch neue Perspektiven. Als Betroffene berichtet sie von aktuellen Erfahrungen jüdischer Menschen in Deutschland und ruft mutige Menschen dazu auf, gegen Hass anzukämpfen, z.B. durch Aufklärungsarbeit.
Deutlich wird, dass wir als Gesellschaft in der Verantwortung stehen, dass der Gedanke „Nie wieder“ seinen festen Platz in unserer Mitte findet und somit Hass und Hetze keinen Raum lassen.
Im Rahmen dieser Veranstaltung fand auch der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Hier wurden Projekte vorgestellt, die aufzeigen, wie man sich für Demokratie und Gesellschaft einsetzen kann. Hierzu wurde die AG „Nie wieder“ als Best-Practice-Beispiel eingeladen.
Hintergrund war die nachhaltige Arbeit der AG in Bezug auf Antisemitismus und demokratische Grundwerte. Diese große Chance haben wir gerne genutzt, um unsere Erfahrungen, Erlebnisse und Einschätzungen zu teilen.
Natürlich waren sofort einige Schülerinnen und Schüler (Leman Cura, Erfan Ismaili, Merle Fischer und Ina Gnam), die an den letzten Studienfahrten nach Auschwitz teilgenommen haben, überzeugt und gewillt, die AG zu präsentieren.
So konnte die Arbeit der AG in vielfältiger Weise einem breiten Publikum nähergebracht werden. Es wurden Fotos, Bücher, Tagebücher sowie der Film der letzten Ausstellung gezeigt.
Die Ausstellung fand regen Anklang, wobei die Schülerinnen und Schüler selbstbewusst jegliche Fragen beantworteten und das gezeigte Material erklärten.
Sogar Frau Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung Rheinland-Pfalz, hat sich mit Begeisterung von den Schülerinnen und Schülern die Ausstellung zeigen lassen.
C. Binnemann & J. Lippert


