Unsere  Orientierungsstufe

Die Integrierte Gesamtschule Sophie Sondhelm ergänzt das schulische Angebot unserer Stadt und unserer Region. Als Schule für alle Kinder verstehen wir Vielfalt als Stärke: Unsere Schülerinnen und Schüler bringen unterschiedliche Begabungen, Interessen, Erfahrungen und Lernvoraussetzungen mit. Unser Ziel ist es, jedes Kind auf seinem individuellen Lernweg bestmöglich zu begleiten, zu fördern und zu fordern.

Grundlage unseres Bildungsverständnisses ist das Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Schule bedeutet für uns deshalb weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, zunehmend Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen, ihre Stärken zu entdecken und sich zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln.

Gleichzeitig spielt das soziale Lernen eine wichtige Rolle. So haben die Kinder der 5. Jahrgangsstufe jeweils eine Stunde Klassenrat und eine Stunde Lions-Quest – Stark fürs Leben fest im Stundeplan verankert.

Im Klassenrat lernen die Schülerinnen und Schüler, miteinander zu kommunizieren, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Kooperation und gegenseitige Unterstützung sind feste Bestandteile unseres schulischen Alltags.

In der ebenfalls wöchentlich stattfindenden Lions-Quest-Stunde fördern wir die persönlichen, sozialen und emotionalen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. In gemeinsamen Übungen und Gesprächen setzen sie sich mit ihren eigenen Stärken und Gefühlen auseinander, lernen zuzuhören, Konflikte konstruktiv zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen. Dabei entwickeln sie zunehmend Selbstvertrauen, Empathie, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen gute Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit und Resilienz zu stärken und sie zu befähigen, ihr Leben selbstständig, verantwortungsvoll und gemeinschaftlich zu gestalten.

Kinder lernen unterschiedlich – in ihrem eigenen Tempo, auf unterschiedlichen Leistungsniveaus und mit unterschiedlichen Zugängen. Dies möchten wir in unserem Unterricht stärker berücksichtigen. Deshalb entwickeln wir unsere Lernangebote zunehmend hin zu offeneren und individualisierten Lernarrangements.

In unterschiedlichen „Räumen des Lernens“ erhalten die Schülerinnen und Schüler Freiräume, um selbstgesteuert und selbstreguliert an ihren individuellen Lernzielen zu arbeiten. Dabei orientieren sich Aufgaben, Lernwege und Anforderungen am jeweiligen Leistungsstand.

Die Rolle der Lehrkraft verändert und erweitert sich dabei: Sie bleibt Lehrende und vermittelt notwendiges Fachwissen, begleitet die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig aber zunehmend als Lernbegleiterin bzw. Lernbegleiter. Sie unterstützt bei der Planung von Lernprozessen, gibt Rückmeldungen und hilft dabei, passende nächste Lernschritte zu finden.

Ein Graduierungssystem soll die zunehmende Selbstständigkeit sichtbar machen und den Schülerinnen und Schülern – entsprechend ihrer Fähigkeiten und ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – unterschiedliche Freiräume für ihr selbstbestimmtes Lernen eröffnen.

Ergänzt wird dieses Konzept durch ein begleitendes Lerncoaching. In regelmäßigen, dokumentierten Reflexionsgesprächen schauen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf das bisher Erreichte: Was gelingt mir bereits gut? Wo liegen meine Stärken? Woran möchte oder muss ich noch arbeiten? Und was ist mein nächstes Ziel? So lernen die Kinder und Jugendlichen zunehmend, ihren eigenen Lernprozess wahrzunehmen, einzuschätzen und aktiv zu gestalten.

Ein wichtiger Baustein dieser Weiterentwicklung ist unser Pilotprojekt „Lexi“, das wir seit dem Schuljahr 2025/26 erproben. Lexi steht für Lernexpedition und betrifft derzeit die Fächer Deutsch, Mathematik und ab der 6. Jahrgangsstufe das Fach Naturwissenschaften.

In den sogenannten Lexi-Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler weitgehend selbstreguliert an unterschiedlichen fachlichen Themen. Grundlage dafür sind Lernlandschaften, in denen die Inhalte der Lehrpläne strukturiert und auf unterschiedlichen Lernwegen aufbereitet werden. Die Schülerinnen und Schüler können dadurch zunehmend selbstständig entscheiden, welche Aufgaben und Lernschritte für sie als Nächstes sinnvoll sind.

Die Lexi-Stunden sind eng mit sogenannten Input-Stunden verbunden. Hier vermitteln die Lehrkräfte neue Inhalte, erklären Zusammenhänge, führen in Themen ein oder greifen gezielt Schwierigkeiten auf. Auf diese Weise verbinden wir die notwendige fachliche Anleitung durch die Lehrkraft mit Phasen eigenverantwortlichen Lernens.

Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt dazu zu befähigen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen, ohne sie dabei allein zu lassen.

Trotz aller Individualisierung bleibt die Gemeinschaft ein zentraler Bestandteil unserer Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen bis einschließlich Jahrgang 10 in festen Klassenverbänden. Ab Klasse 6 kommen neigungsdifferenzierte Wahlpflichtfächer hinzu. Darüber hinaus bieten zahlreiche soziale, selbstverantwortliche und außerunterrichtliche Aktivitäten Möglichkeiten, eigene Interessen und Fähigkeiten einzubringen.

Unsere Lehrkräfte arbeiten dabei eng in Jahrgangsteams zusammen. So können Lernprozesse gemeinsam geplant, Schülerinnen und Schüler gezielt begleitet und pädagogische Entscheidungen abgestimmt werden.

Als Integrierte Gesamtschule möchten wir jedem Kind ermöglichen, den bestmöglichen Schulabschluss entsprechend seiner individuellen Entwicklung und Begabung zu erreichen. An unserer Schule können alle allgemeinbildenden Abschlüsse erworben werden:

  • die Berufsreife nach Klasse 9,
  • der Qualifizierte Sekundarabschluss I nach Klasse 10,
  • der schulische Teil der Fachhochschulreife sowie
  • die Allgemeine Hochschulreife (Abitur).

Damit verbinden wir gemeinsames Lernen mit individuellen Lernwegen und unterschiedlichen Bildungszielen. Nicht alle müssen zur gleichen Zeit das Gleiche auf die gleiche Weise lernen – aber jedes Kind soll die Chance erhalten, sein persönliches Potenzial bestmöglich zu entfalten.

Wir freuen uns über das Interesse an unserer Schule. Die Aufnahme erfolgt grundsätzlich in die Eingangsklasse der Orientierungsstufe (Jahrgang 5). Aufnahmen zu einem späteren Zeitpunkt sind im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten ebenfalls möglich.

Für den Jahrgang 5 bilden wir vier Klassen mit jeweils 28 Schülerinnen und Schülern.

Seit dem Schuljahr 2026/27 bieten wir in Jahrgang 5 eine Bläserklasse als besondere Profilklasse an. Hier erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gemeinsam ein Blasinstrument zu erlernen und von Beginn an aktiv Musik zu machen. Dabei stehen nicht nur musikalische Fähigkeiten im Mittelpunkt: Das gemeinsame Musizieren stärkt auch Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein, Konzentration und Selbstvertrauen.

Die Bläserklasse richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die Freude an Musik haben und Lust darauf, gemeinsam mit anderen ein Instrument zu erlernen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Bläserklasse ist damit ein besonderes Angebot unserer Schule, das musikalische Bildung und gemeinschaftliches Lernen miteinander verbindet.

Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die vorhandenen Schulplätze, findet ein Losverfahren nach Leistungsgruppen statt. Ziel dieses Verfahrens ist es, eine ausgewogene Zusammensetzung der Jahrgangsstufe mit angemessenen Anteilen leistungsstärkerer und leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler zu erreichen.

Die Einteilung in die Leistungsgruppen erfolgt auf Grundlage der Summe der Zeugnisnoten in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht im Halbjahreszeugnis der 4. Klasse. Die Bildung der Leistungsgruppen („Lostöpfe“) richtet sich nach den verbindlichen Vorgaben des Ministeriums für Bildung:

  • Leistungsgruppe 1: Notensumme 3 bis 7 – bis zu 50 % der Plätze
  • Leistungsgruppe 2: Notensumme 8 und 9
  • Leistungsgruppe 3: Notensumme 10 und mehr – mindestens 25 % der Plätze

Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf, die vorab aufgenommen werden, sowie Schülerinnen und Schüler mit ausgesetzten Noten werden bei der Berechnung der Leistungsgruppe 3 berücksichtigt.

Darüber hinaus werden Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz im Gebiet des Schulträgers vorrangig aufgenommen (vgl. § 13 ÜSchO Abs. 6).

Wer führt das Losverfahren durch?

Das Losverfahren wird durch einen Aufnahmeausschuss durchgeführt. Diesem gehören an:

  • eine Vertreterin oder ein Vertreter der Schulleitung,
  • die zuständige Stufenleitung bzw. Koordinatorin oder der Koordinator für den zukünftigen Jahrgang 5,
  • eine Vertreterin oder ein Vertreter des Schulelternbeirates.

Unser Aufnahmeverfahren ist damit transparent geregelt und orientiert sich an den geltenden schulrechtlichen Vorgaben.

Anträge

Die Anträge müssen ausgedruckt und leserlich ausgefüllt zur Schulanmeldung mitgebracht werden.

Anmelde- und Aufnahmeverfahren

Allgemeine Informationen zum Anmelde- und Aufnahmeverfahren (vgl. § 13 ÜSchO):

Es werden 4 Klassen mit jeweils 28 Kindern gebildet.

Falls die Zahl der Anmeldungen die Zahl der vorhandenen Plätze übersteigt, so wird ein Auswahlverfahren in Form eines Losverfahrens nach Leistungsgruppen durchgeführt.

Ziel des Losverfahrens ist es, angemessene Anteile leistungsstärkerer und leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Das Losverfahren wird von einem Aufnahmeausschuss durchgeführt, dem folgende Personen angehören:

  • eine Vertreterin oder ein Vertreter der Schulleitung
  • die zuständige Stufenleiterin bzw. Koordinatorin für den zukünftigen Jahrgang 5
  • eine Vertreterin oder ein Vertreter des Schulelternbeirates

Auswahlverfahren:

Die Zugehörigkeit zu einer Leistungsgruppe wird auf Grundlage der Summe der Zeugnisnoten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht des Halbjahreszeugnisses der 4. Klasse ermittelt. Die Bildung der „Lostöpfe“ ist vom Ministerium für Bildung vorgeschrieben und sieht folgende verbindlichen Vorgaben vor:

Leistungsgruppe 1: Notensumme 3 bis 7 (bis zu 50% der Plätze möglich)

Leistungsgruppe 2: Notensumme 8 und 9

Leistungsgruppe 3: Notensumme 10 und mehr (mindestens 25% der Plätze)

Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf, die vorab aufgenommen werden, sowie Schülerinnen und Schüler mit ausgesetzten Noten werden auf die Leistungsgruppe 3 angerechnet.

Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz im Gebiet des Schulträgers werden vorrangig aufgenommen (vgl. § 13 ÜSchO, Abs. 6).

Bei Bedarf vereinbaren Sie bitte einen individuellen Beratungstermin unter:

Benjamin Demele (Orientierungsstufenleitung)

Tel. 0671-483575-135