Samstag, 31.08.2024 – Eamus Pompeios!
Nachdem wir gegen 9:30 Uhr mit einem typischen italienischen Frühstück, Croissants mit einer süßen Schokoladen-, Marmeladen- oder Pistaziencreme und einem Cappuccino, unseren ersten Tag in Italien starteten, machten wir uns auf den Weg in die antike Stadt Pompeji. Die Linee vesuviane, ein öffentlicher Zug, brachte uns sicher zu der Ausgrabungsstätte. Bevor unsere Tour um 15 Uhr begann, hatten wir Zeit uns in kleinen Gruppen in der Stadt umzuschauen und uns einen ersten Eindruck zu verschaffen: mit einer Stadt in dieser Größe, die über Jahrhunderte komplett verschüttet worden war, hatten wir nicht gerechnet! Auf unserer Erkundungstour durch Pompeji führte der Weg uns unteranderem zu der Basilika, dem Forum, dem Haus Apollos und dem Turm des Merkur, von welchem man eine gute Sicht auf die Stadt hat.
Zusammen mit unserem Tourguide begaben wir uns zu einem der ursprünglichen Eingänge Pompejis, vor welchem sich Grabstätte der einflussreichen Bürger befinden.
Zudem erfuhren wir mehr über das Leben der Menschen in der Stadt vor und nach dem Ausbruch des Vesuvs 79 v. Chr. Unter anderem bekamen wir auch von der Asche konserviertes Essen aus der Zeit des Ausbruchs zu Gesicht, wie auch zum Beispiel Türrahmen, welche mithilfe eines Gipsabdrucks erfasst wurden. Spannend fanden wir, wie gut das Essen doch noch zu erkennen war: Datteln, Nüsse oder ein Brot, worauf der Fingerabdruck des Bäckers zu sehen ist! Dies war möglich, da diese aus organischem Material bestanden, welches sich mit der Zeit unter der Asche und Gestein zersetzt hat, wodurch Luftlöcher entstanden.
Beeindruckt waren wir vor allem auch von den Fresken, welche die Gebäude der Stadt schmück(t)en – Darunter auch ein Fresko der Venus, welche als Schutzgöttin Pompejis galt. Aber auch die Mosaike, welche die Böden der Häuser schmücken, ließen uns staunen. Auf den Straßen waren anhand von Rillen in den Steinen teilweise die antiken Wagenspuren erkennbar, was auf einen Transport- und Handelsweg hinweist. Dies ist auch durch Geschäfte zu belegen, welche durch einen Tresen und kreisförmige Ablageflächen erkennbar sind. Wie fortschrittlich die Römer waren, verstehen wir beispielsweise durch die antiken Ladentüren, die anhand von einer Spur im Gestein noch deutlich zu erkennen sind. Dies waren nämlich Schiebetüren, die man einfach zur Ladenöffnung zur Seite schieben konnte.
Doch nicht nur die in der Stadt zu findende Kunst war atemberaubend, sondern auch die Stadt selbst mit ihren Gebäuden. Daher besuchten wir des Weiteren auch das Amphitheater, in welchem früher Gladiatoren kämpften.
Nach der Tour waren wir alle durch die Hitze erschöpft und gesättigt von neuen Eindrücken und Informationen. Kaum in Neapel angekommen, ließen wir den Tag in einem italienischen Restaurant ausklingen, in welchem Frau Yücel ihre Italienischkenntnisse Mal wieder unter Beweis stellen konnte.
Caroline Spies





