Donnerstag, 05.09.2024 – Claudii vestigia in Capri
Am fünften und letzten Tag in Italien begann der Tag für uns sehr früh, da es für uns auf die Insel Capri ging.
Nach der 50-minütigen Fährenfahrt nach Capri gingen wir über die Promenade in Richtung Stadt. Wir mussten sehr viele Treppen zu der Stadt hochlaufen bis wir an einem Aussichtspunkt mit einem schönen Ausblick auf das Meer, der Stadt und dem italienischen Festland, ankamen. Dann begann die dreistündige Tour auf den Spuren Kaiser Augustus‘ mit unserem Tourguide. Er führte uns durch die Altstadt und dann zur Villa Jovis. Diese alte Villa wurde ursprünglich von Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.) erbaut und als Hauptquartier für Tiberius (42 v. Chr.-37 n. Chr., Adoptivsohn) umgebaut und genutzt. Die Villa Jovis blieb bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. eine kaiserliche Residenz. Wir waren in den Ruinen und ehemaligen Räumlichkeiten der Küche und mehrere Vorratsräume. Aber wir liefen auch auf einem Gang entlang, den schon Kaiser Augustus beschritt!
Im Mittelalter entstand dort auch eine Kapelle zu Ehren von Heiligen (z.B. der Heiliger Christophorus und Heiliger Leonardo) und wurde später in die heutige St. Maria del Soccorso Kirche umgewandelt. Für uns diente die Kirche als kurzweiliger Unterschlupf, da es regnete und ein Gewitter aufzog.
Die alte Villa Jovis wurde zwischen 1932 und 1935 ausgegraben. Außerdem hat uns unser Tourguide erzählt, dass die Villa wahrscheinlich bis zu acht Stockwerke hatte, da die Mauern sehr massiv waren. Während der Tour erfuhren wir zusätzlich einiges über die einzigartige Flora und Fauna Capris (z.B. die Passionsblume, siehe Bild).
Nach der sehr informativen Tour haben wir alle gemeinsam in einem typisch italienischen Restaurant Mittag gegessen und konnten danach die Insel auf eigene Faust erkunden. In Neapel angekommen, sind wir zum B&B zurückgegangen und haben uns für unser letztes Abendessen fertig gemacht, das wir bei Pizzen und Gesprächen gemütlich ausklingen ließen.
Ein schöner und gelungener letzter Tag für unsere Studienfahrt trotz überraschendem Unwetter, das uns erschrak und trotzdem freudig stimmte!
Viktoria Kupilas



