Namensgebungsfeier+#

Gerne erinnern wir uns an die feierlichen Tage um das Namensgebungsfest. Zwei Tage, die eine geistige Grundsteinlegung und ein Bekenntnis unserer Schule sind für die Wertschätzung der hingebungsvollen Arbeit und des Lebens von Sophie Sondhelm. Zwei Tage, die hoffentlich auch ein Grundstein für eine weitere Zusammenarbeit zwischen der jüdischen Kultusgemeinde, dessen Vorsitzender Herr Ryvlin ist, und unserer Schule sein mögen.

Unsere Lehrer aus der Fachschaft Religion und Musik hatten zusammen mit Herrn Diakon Springorum (SEB) einen beeindruckenden, berührenden Taizé-Abend mit unserem Schülerchor für Eltern und Schüler gestaltet. Durch den Abend leiteten uns Herr Diakon Welz und Herr Dipl. Theol. Kienzle. Herr Schäfer hatte eigens für diesen Tag ein Sophie-Sondhelm-Lied komponiert und mit dem Schülerchor überzeugend und stimmungsvoll intoniert.  Die Beiträge des Chores der jüdischen Gemeinde haben der Taizé-Andacht eine wunderbare Tiefe und emotionale Wärme gegeben. Der Klang der uns fremden Sprache, der diesen Psalm so harmonisch umkleidet hat und die klaren Stimmen des Chores haben fasziniert und weit in unsere Herzen gestrahlt. Der Eindruck wirkte noch nach, als wir am Morgen darauf in der Synagoge waren.

Auch hier durften wir erleben wie natürlich, selbstverständlich und kraftspendend zugleich der Gesang des Chores auf die Zuhörer wirken kann. Zugleich hat uns die jüdische Gemeinde herzlich empfangen und uns einen nachhaltigen Einblick in Ihre religiösen Traditionen gegeben. Das hat sicher jeder der Anwesenden so gespürt und wertgeschätzt. Für dieses Entgegenkommen möchten wir uns im Namen aller Eingeladenen ganz herzlich bedanken.

Darüber hinaus gab es für uns, im Besonderen aber für den Schulleiter, Herrn Dieter Koch-Schumacher, einen ganz bewegenden Moment. Herr Ryvlin überreichte Herrn Koch-Schumacher die einzigen verbliebenen Dokumente  über Sophie Sondhelm aus  der  Yad Vashem Gedenkstätte, eine Menora und eine Mesusa.

Für uns bleibt der  13. November ein Jubiläums- und Gedenktag, an dem wir immer wieder die Schulgemeinschaft an die Bedeutung unserer Namensgeberin und an die Unterstützung Ihrer Gemeinde mit Schüler-Projekten, Initiativen und Workshops erinnern werden. Wenn wir es schaffen, in diesem Rahmen und darüber hinaus, immer wieder zusammenzuarbeiten, werden wir ein gutes Stück in eine Richtung gehen, die zu mehr Verständnis füreinander und Selbstverständlichkeit miteinander führt – so wie es Sophie Sondhelm gelebt hat.