Alltagsgegenstände zum “Laufen” gebracht: 

Projektbeschreibung zu eigenen Kettenreaktionen im WPF Kunsthandwerk und Technik Klasse 10, SJ 2021/22 

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Unterricht mal anders – im Dezember und Januar konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. “Der Lauf der Dinge” heißt auch das berühmte Kunstvideo des Schweizer Künstlerduos Fischli und Weiss, in der eine 30-minütige Kettenreaktion den Zuschauer mit dessen Präzision, Ideenreichtum und handwerklichen Geschick in den Bann zieht. Zum Einstieg in das Projekt wurde die Videoinstallation präsentiert und die wesentlichen Merkmale einer Kettenreaktion erarbeitet: Ein Element löst dabei mittels chemischer oder physischer Reaktion, Bewegungen wie bei “Domino“ oder sonstigen Auslöseimpulsen eine nächste Reaktion aus. Das Prinzip einer solchen Kettenreaktion findet sich in der Kunstgeschichte häufig, so auch bei den bis heute bekannten ”Rube-Goldberg-Maschinen”, die Alltagssituationen und Aufgaben absichtlich mithilfe von Kettenreaktionen verkomplizieren. 

Nach dem theoretischen Einstieg war schnell klar: Wir bauen unsere eigene Kettenreaktion. Die Voraussetzung war ein Minimum an fünf Reaktionen, für Material und sonstige Organisation waren wir in den Dreiergruppen selbst verantwortlich. Wir durften allerlei “Dinge” von Zuhause mitbringen, aber auch Werkzeuge, Maschinen und was man sonst in den Werkräumen findet kam innerhalb des Aufbaus der Kettenreaktionen auf eine unkonventionelle Weise in Gebrauch. Bis die Reaktionen so funktionierten, wie wir uns dies vorstellten, benötigte es oftmals viele Versuche. Bei diesem Projekt brauchten wir daher eine Menge Frustrationstoleranz – gelang die Reaktion jedoch endlich, war die Freude umso größer. 

Unsere Kettenreaktionen konnten über die Wochen hinweg nicht stehen bleiben, weshalb wir uns auf eine Videopräsentation einigten. Wir filmten unsere Sequenzen jede Woche, bis wir genügend Videomaterial und Reaktionen hatten. Mithilfe der App ”InShot”, für die es eine gemeinsame Einführung gab, überlegten wir uns kreative Übergänge, Anfangs- und Schlusssequenzen, interessante Effekte und passende Vertonungen. Die fertigen Videos wurden abschließend in entspannter Atmosphäre präsentiert. Viel Spaß beim Nachschauen und eventuell ausprobieren.  

Beteiligte Schülerinnen und Schüler: Ali Ahmadi, Ayse Axer, Edwin Egbert, Rebekka Gesenberg, Maja Grob, Ales Ivan, Lukas Mindnich, Massimo Siek und Mika Stening 

Betreuende Lehrkräfte: Frau Kolling und Herr Siegle  

 

(F. Kolling)