9b besucht die Gedenkstätte Hadamar 

Wir, die Klasse 9b, waren am 04.04.2024 mit Herrn Kraski und Frau Lippert in der Gedenkstätte Hadamar zu Besuch. Im GL-Unterricht haben wir uns intensiv auf den Besuch der ehemaligen Tötungsanstalt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs vorbereitet. Es gab dort zwei Mordphasen. Die erste Mordphase ging 8 Monate lang. Es wurden ca. 10.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen und körperlichen Behinderungen vergast. Im Rahmen der zweiten Mordphase wurden 4.500Menschen getötet. Darunter z.B. Mischlingskinder (Halbjuden), Kriegsveteranen und Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Als wir in Hadamar angekommen sind, dachten wir nicht, dass dort all diese schrecklichen Dinge geschehen sind. Aufgrund des farbigen Anstrichs machte die Gedenkstätte einen eher fröhlichen Eindruck auf uns. Der Tag in Hadamar war sehr aufschlussreich und hat uns die gesamte Situation viel besser begreifen lassen.

In der ersten Phase wurden die Menschen von weit her mit drei abgedunkelten Bussen nach Hadamar gebracht und dort durch einen Gang von der Scheune ins Gebäude geführt. In der ersten Phase kamen die Menschen direkt in die Gaskammer und somit in den sicheren Tod.

Wir gingen auf dem gleichen Weg von der Scheune zur Gaskammer, der die Menschen damals in den sicheren Tod geführt hat.

„Beim Anblick der ehemaligen Gaskammer dachte ich, mein Herz würde in Stücke zerspringen.“ (Luise Truschel)

„Ich hatte mich nicht einmal getraut zu atmen.“ (Lara Mouhsen)

„Dass innerhalb von 8 Monaten 10.000 Menschen in dieser Gaskammer ermordet wurden, war das Schrecklichste, was ich jemals gehört habe.“ (Luise Truschel)

Die Tötungsanstalt Hadamar hatte sowohl ein eigens Standesamt als auch einen eigenen Friedhof.

„Als wir auf dem Friedhof standen, war es unbegreiflich, dass dort 4.000 Leichen, ermordet durch aktive Vernachlässigung und Überdosierungen, begraben in Massengräbern, liegen.“ (Luise Truschel)

„Diese Wiese sah so friedlich und schön aus.“ (Lara Mouhsen)

Wir finden die Fahrt zur Gedenkstätte Hadamar sehr wichtig, um den Schülerinnen und Schülern ein konkreteres Bild der schrecklichen Verbrechen der Nationalsozialisten zu geben.

 Lara Mouhssen, Hadjer Azzous, Leonie Baum & Luise Truschel